Den Dreck runter mit Yamaha FJ-09 Tracer

Hier war ich in Afrika. Niemals in meinen kühnsten Träumen hätte ich erwartet, hier zu sein. Mein verstorbener Vater und ich hatten als Kind immer Sir David Attenboroughs Life-Serie gesehen, und er redete darüber, dass er Afrika besuchen wollte. Er starb nur ein Jahr vor meiner Reise, um über GIVIs Wilderness Adventure 2015 zu berichten. Eine Reise, die für jeden malaysischen Journalisten beispiellos war.

Ich war dem Konvoi vorausgeritten, um einen geeigneten Platz zu finden, um die Teilnehmer während der Fahrt zu fotografieren.

In der letzten halben Stunde sah ich nur Kilometer um Kilometer knöcheltiefen Dreck. Die südafrikanische Morgensonne war schon aufgegangen. Meine Arme und Oberschenkel fingen an zu brennen von all dem Stehen, während die Yamaha XT600R Enduro unter mir bockte, sich wand und rutschte.

Ich hatte ein paar Mal geöffnet, wurde aber prompt mit dem Schlagen des Vorderreifens von Lock zu Lock belohnt, nachdem ich jedes Mal auf die tieferen Sandkämme gestoßen war.

Ein paar Minuten später entdeckte ich eine Brücke über einen Bach, gefolgt von einer sanften Kurve.

Ich hörte auf. Sobald ich ihn abgesetzt hatte, verschwand mein Fuß im ockerfarbenen Sand und sowohl das Fahrrad als auch ich standen kurz vor dem Umkippen. Ich sprang ab und hievte das Fahrrad auf eine grasbewachsene Stelle neben der Straße.

Minuten vergingen, aber niemand tauchte auf und ich begann mir Sorgen zu machen. Ich blinzelte nach unten, wo ich hergekommen war, und fragte mich, ob ich eine Abzweigung verpasst hatte. Paranoia machte sich breit und jedes Geräusch aus dem Busch ließ mich zusammenzucken. „Hyena Attacks Malaysian Journalist“ hätte in den Medien sensationell geklungen, aber für mich war es das nicht.

Bald ragten die Scheinwerfer eines Sportbikes durch den Hitzedunst.

Ein Gefühl der Freude und Erleichterung überkam mich, als sich herausstellte, dass einer der Marshals, Danny Mulder, auf seinem kastanienbraunen FJ-09 Tracer war. Er stand aufrecht auf den Fußrasten und fuhr damit wie ein Rallye-Dakar-Rennfahrer, der die Ziellinie verfolgt. Ich hatte nicht einmal Zeit, die Kamera an mein Auge zu halten, als er in einer erstickenden Staubwolke vorbeiflog.

Dannys Vorbeiflug hatte mich ehrfürchtig gemacht. Sein Tracer war mit den gleichen Dunlop-Rennrad-Sport-Touring-Reifen wie dieses Testbike beschlagen und der Rest von uns fuhr Mehrzweckräder wie die XT660R Enduro, XT660Z Tenere und die XT1300Z Super Tenere – auf Offroad-Reifen! Später erfuhr ich, dass die meisten Teilnehmer im Sand kämpften und entweder stürzten oder umkippten. Der Tracer hingegen hatte als Sporttourer auf Feldwegen, geschweige denn auf Straßenreifen, nichts zu suchen!

Ich stieg wieder auf mein Rad und holte Danny etwa 10 Kilometer später dort ein, wo er angehalten hatte. Ich habe darum gebeten, den Tracer zu testen, und er hat mich höflichst gewilligt. Der Tracer kam sofort zur Sache, indem er die unbefestigte Straße hinunterflog und seine Federung alle Unregelmäßigkeiten aufsaugte. Als Sandstauchungen auftauchten, brauchte ich nur noch Gas zu geben und das Motorrad flog auch daran vorbei. Kein Drama